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Originalplakat zum Film.
Foto: Schweizer Filmarchiv, Lausanne |
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Regie, Schitt: Jean Choux
Deutscher Titel: Die Berufung des André Carel
Kamera: Charles-Georges Duvanel, Paul Guichard
DarstellerInnen: Stéphane Audel, Camille Bert, Jean Cyri, Héléna Manson, Blanche Montel, Michel Simon
Der Stummfilm mit Michel Simon in einer seiner ersten Leinwandrollen, gedreht vom Genfer Jean Choux, erzählt auf lyrische, originelle Art die Offenbarung André Carels, des Sohns eines Akademikers, der sich zur Erholung an die Waadtländer Riviera begibt und dort die ihm bislang verborgene Würde der Arbeit entdeckt.
Mit seiner gelungenen Umsetzung und seinen impressionistischen Sequenzen von der harten Arbeit der Schiffer am Genfersee lässt sich der Film in die Reihe der grossen Stummfilme der französischen Avantgarde (Delluc, L’Herbier, Epstein) einreihen.
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ZUR WIEDERHERSTELLUNG
DES FILMS
Informationen des Schweizer Filmarchivs (www.cinematheque.ch):
Es handelt sich um die Wiederherstellung der Schweizer
Version des Films, für die wir folgende Elemente verwendet
haben:
1. Das Originalnegativ, in fortgeschrittener Zersetzung,
verwahrt durch das französische Filmarchiv.
2. Das unvollständige Dup-Negativ der Schweizer Version
des Films (Anfang fehlt), welches 1975 vom Schweizer Filmarchiv
hergestellt wurde und dessen damaliges Positiv heute verloren
ist.
3. Eine damalige Vorführkopie der französischen Version,
welche im C.N.C. aufbewahrt wurde.
Durch die Zersetzung des Negativs waren vier der sechs Filmrollen
verklebt. Mittels einer adäquaten chemischen Behandlung wurden
die verklebten Stellen gelöst. Ausserdem waren die Filmrollen
von starkem Schimmelpilz befallen, was eine spezielle Reinigung
von Hand nötig machte. Nun erst war eine Instandsetzung der Klebestellen
und der Perforation möglich.
Da die Szenen auf dem Negativ nach Farbe geordnet waren und nicht
in der Abfolge der Narration, musste die Handlung wiederhergestellt
werden, und zwar unter Bezugnahme auf die Nummerierung der
Einstellungen und das Dup-Negativ 1975.
Beim Originalnegativ fehlten die Zwischentitel. Der Anfang
des Texts stand jeweils handgeschrieben an den entsprechenden
Stellen. Mit den Texten des Dup-Negativs 1975 wurden Zwischentitel
hergestellt. Mit den handschriftlichen Notizen auf dem Originalnegativ
und den Zwischentiteln der französischen Version wurden für den
Anfang des Films neue Zwischentitel geschaffen.
Die Viragierungen und Tonungen wurden mit dem Desmet-Verfahren
wiederhergestellt. Dabei wurden die Hinweise beachtet, die auf
dem Originalnegativ und dem Dup-Negativ 1975 notiert waren. Ausserdem
dienten die Farben der Vorführkopie des C.N.C. als Orientierungshilfe.
VORFÜHRUNGEN
- 15. November 2006, Stattkino Luzern, in der Reihe "Sortie
du Labo"; Einführung und musikalische Begleitung: Günter
A. Buchwald
- 24. August 2006, 21.00 Uhr, Stadtkino Basel, in der Reihe "Sortie
du Labo"; Einführung: Laurent Baumann und Jacques Mühlethaler,
musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 27. Mai 2005, 00.30 Uhr, ARTE, TV-Erstausstrahlung; begleitet
mit einer neunen Kompisition des Pianisten, Violinisten und Stummfilmexperten
Günter A. Buchwald.
- 8. Februar 2005, 18.30 Uhr, Kino im Kunstmuseum Bern, in der
Reihe "Restaurierte Filmperlen aus der Schweiz"; Einführung:
Laurent Baumann, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 22. Dezember 2003, 20.30 Uhr, Filmpodium Zürich; Einführung:
Hervé Dumont, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 18. Dezember 2002, 20.00 Uhr, Schweizer Filmarchiv, Lausanne;
Einführung: Hervé Dumont und Reto Kromer, musikalische
Begleitung: Enrico Camponovo.
- 13. Oktober 2002, 20.30 Uhr, Giornate del Cinema Muto, Salice;
Einführung: Hervé Dumont und Reto Kromer, musikalische
Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 28. September 2002, Images '02, Vevey; Einführung: Reto
Kromer, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
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