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  Erhaltung von Nitratfilmen (Helvetica) des Schweizer Filmarchivs
   
 

La vocation d'André Carel (1925)

   
 
Originalplakat zum Film.
Foto: Schweizer Filmarchiv, Lausanne
  Regie, Schitt: Jean Choux
Deutscher Titel: Die Berufung des André Carel
Kamera:
Charles-Georges Duvanel, Paul Guichard
DarstellerInnen: Stéphane Audel, Camille Bert, Jean Cyri, Héléna Manson, Blanche Montel, Michel Simon

Der Stummfilm mit Michel Simon in einer seiner ersten Leinwandrollen, gedreht vom Genfer Jean Choux, erzählt auf lyrische, originelle Art die Offenbarung André Carels, des Sohns eines Akademikers, der sich zur Erholung an die Waadtländer Riviera begibt und dort die ihm bislang verborgene Würde der Arbeit entdeckt.
Mit seiner gelungenen Umsetzung und seinen impressionistischen Sequenzen von der harten Arbeit der Schiffer am Genfersee lässt sich der Film in die Reihe der grossen Stummfilme der französischen Avantgarde (Delluc, L’Herbier, Epstein) einreihen.
 
 

 

ZUR WIEDERHERSTELLUNG DES FILMS
Informationen des Schweizer Filmarchivs
(www.cinematheque.ch):
Es handelt sich um die Wiederherstellung der Schweizer Version des Films, für die wir folgende Elemente verwendet haben:
1. Das Originalnegativ, in fortgeschrittener Zersetzung, verwahrt durch das französische Filmarchiv.
2. Das unvollständige Dup-Negativ der Schweizer Version des Films (Anfang fehlt), welches 1975 vom Schweizer Filmarchiv hergestellt wurde und dessen damaliges Positiv heute verloren ist.
3. Eine damalige Vorführkopie der französischen Version, welche im C.N.C. aufbewahrt wurde.
Durch die Zersetzung des Negativs waren vier der sechs Filmrollen verklebt. Mittels einer adäquaten chemischen Behandlung wurden die verklebten Stellen gelöst. Ausserdem waren die Filmrollen von starkem Schimmelpilz befallen, was eine spezielle Reinigung von Hand nötig machte. Nun erst war eine Instandsetzung der Klebestellen und der Perforation möglich.
Da die Szenen auf dem Negativ nach Farbe geordnet waren und nicht in der Abfolge der Narration, musste die Handlung wiederhergestellt werden, und zwar unter Bezugnahme auf die Nummerierung der Einstellungen und das Dup-Negativ 1975.
Beim Originalnegativ fehlten die Zwischentitel. Der Anfang des Texts stand jeweils handgeschrieben an den entsprechenden Stellen. Mit den Texten des Dup-Negativs 1975 wurden Zwischentitel hergestellt. Mit den handschriftlichen Notizen auf dem Originalnegativ und den Zwischentiteln der französischen Version wurden für den Anfang des Films neue Zwischentitel geschaffen.
Die Viragierungen und Tonungen wurden mit dem Desmet-Verfahren wiederhergestellt. Dabei wurden die Hinweise beachtet, die auf dem Originalnegativ und dem Dup-Negativ 1975 notiert waren. Ausserdem dienten die Farben der Vorführkopie des C.N.C. als Orientierungshilfe.

VORFÜHRUNGEN
- 15. November 2006, Stattkino Luzern, in der Reihe "Sortie du Labo"; Einführung und musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald
- 24. August 2006, 21.00 Uhr, Stadtkino Basel, in der Reihe "Sortie du Labo"; Einführung: Laurent Baumann und Jacques Mühlethaler, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 27. Mai 2005, 00.30 Uhr, ARTE, TV-Erstausstrahlung; begleitet mit einer neunen Kompisition des Pianisten, Violinisten und Stummfilmexperten Günter A. Buchwald.
- 8. Februar 2005, 18.30 Uhr, Kino im Kunstmuseum Bern, in der Reihe "Restaurierte Filmperlen aus der Schweiz"; Einführung: Laurent Baumann, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 22. Dezember 2003, 20.30 Uhr, Filmpodium Zürich; Einführung: Hervé Dumont, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 18. Dezember 2002, 20.00 Uhr, Schweizer Filmarchiv, Lausanne; Einführung: Hervé Dumont und Reto Kromer, musikalische Begleitung: Enrico Camponovo.
- 13. Oktober 2002, 20.30 Uhr, Giornate del Cinema Muto, Salice; Einführung: Hervé Dumont und Reto Kromer, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.
- 28. September 2002, Images '02, Vevey; Einführung: Reto Kromer, musikalische Begleitung: Günter A. Buchwald.

 

   
  Copyright Memoriav 2005 / Letzte Aktualisierung: 16.09.2008